Eichenprozessionsspinner

Im Herbst wird auf Grundstücken, in Parks und an Straßen das herab gefallene Laub zusammengetragen und entsorgt. Kinder sammeln die bunten Blätter und Früchte und lieben das raschelnde Laub. Vorsicht ist geboten, wenn es sich dabei um Eichenlaub handelt. In den Verbreitungsgebieten des Eichenprozessionsspinners sind einige Regeln zu beachten, um sich vor den aufwirbelnden Gifthaaren der Eichenprozessionsspinnerraupen zu schützen.
Giftige Brennhaare sind nicht verschwunden

Auch wenn die Raupen für dieses Jahr ihr kurzes Leben beendet haben, ihre giftigen Brennhaare sind nicht verschwunden. Besonders tückisch sind die alten, am Eichenbaum verbliebenen Gespinstnester. Darin enthaltene Raupenhaare verlieren ihre gesundheitsgefährdende Wirkung oft erst nach Jahren. Sie fallen nach und nach herunter und lagern sich auf der Erde und im Laub ab oder werden vom Wind in der Umgebung verweht.
Vorsichtsmaßnahmen

Ist die Arbeit mit Eichenlaub nicht zu vermeiden, erledigt man diese möglichst bei feuchtem Wetter. Die Gefahr des Einatmens von staubiger und mit Raupenhaaren belasteter Luft wird so verringert. Das Laub sollte nie mit bloßen Händen angefasst werden. Spaziergänger und Jogger sollten Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen tragen. Damit von unten keine Gifthaare in die Hosenbeine gelangen sollten diese über den Schuhen möglichst verschlossen werden. Ebenfalls wichtig ist der Schutz empfindlicher Körperteile wie Hals und Nacken. Denn je öfter man mit den Brennhaaren der Eichenprozessionsspinnerraupen in Berührung kommt, desto sensibler reagiert der Körper auf das darin enthaltene Gift. Auch wenn man beim ersten Mal vielleicht nur geringe Symptome wie Hautrötungen oder Juckreiz verspürt, schon beim zweiten oder dritten Kontakt kann es zu stärkeren Reaktionen kommen. Im schlimmsten Fall rufen die Raupenhaare Bronchitis, asthmatische Beschwerden oder pseudoallergische Schockreaktionen hervor.
Kontakt mit Raupenhaaren

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in Kontakt mit den Raupenhaaren gekommen ist, sollte sofort duschen und die Haare waschen. Die belastete Kleidung keinesfalls in der Wohnung ausschütteln, sondern so heiß wie möglich, am besten bei 60°C, waschen. Treten dennoch entsprechende Symptome auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft,
23.10.2012

Kontakt
Referat 34 - Wald und Forstwirtschaft
Martina Heinitz
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