Steinkäuze gesucht

Ehemals in fast jedem Dorf zu Hause, ist der Steinkauz heute in unserem Landkreis seltener als die Großtrappe. Wohl nur im Raum der Belziger Landschaftswiesen kommen noch auf Grund eines langjährigen Zucht- und Auswilderungsprogramms ca. 8-10 Paare vor.

Die kleine, etwa taubengroße Eule mit den großen gelben Augen ist ein Kulturfolger, das heißt der Steinkauz besiedelt u. a. Stallanlagen, Scheunen, Schuppen und andere ländliche Gebäude. Aber auch Kopfweiden und alte höhlenreiche Obstbäume werden als Brut- und Ruheplätze benötigt. Daran mangelt es inzwischen sehr. Die Gebäude in den Dörfern werden umgebaut, saniert oder abgerissen. Deshalb gibt es erhebliche „Wohnungsnot“ für Steinkäuze. Ländliche Dörfer mit Tierhaltung, alten Obstbeständen, genutzte Wiesen und Weiden sind der Lebensraum, der ein ausreichendes Nahrungsangebot von Mäusen über Großinsekten bis zu Regenwürmern bietet.

Es ist nicht auszuschließen, dass es auch außerhalb der bekannten Steinkauzreviere noch vereinzelte Vorkommen gibt. Hier ist es dann sehr hilfreich, geeignete spezielle Nistkästen für die Tiere anzubringen. Deshalb bittet die Untere Naturschutzbehörde um Information zu Steinkauzvorkommen, damit eine Nistkastenanbringung organisiert und gefördert werden kann.

Da in Nuthe-Nieplitz-Niederung ein Wiederansiedlungsprojekt geplant ist, wären Hinweise aus diesem Raum besonders wichtig.

Wenn Sie Hinweise haben, wenden Sie sich bitte an den Fachdienst 37/UNB, Papendorfer Weg 1 in 14806 Belzig. Tel: 033841 91125, 91126, 91122 oder per e-mail an naturschutz@potsdam-mittelmark.de.