Ziel des Landkreises TF:

Der Landkreis Teltow-Fläming gehört jetzt offiziell zu den 100-Prozent-erneuerbare-Energien-Starterregionen in Deutschland. Er wurde damit in ein entsprechendes Projekt aufgenommen, zu dem bereits mehr als 100 Landkreise, Gemeinden und Regionalverbünde in Deutschland gehören. Das Projekt „100ee-Regionen“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zu 100 Prozent gefördert und vom Bundesumweltamt fachlich betreut. Es identifiziert, begleitet und vernetzt Regionen und Kommunen, die ihre Energieversorgung auf lange Sicht vollständig auf erneuerbare Energien umstellen wollen.

„Nachdem in vielen Regionen schon Prozesse angestoßen und Maßnahmen umgesetzt wurden, stehen die regionalen und kommunalen Akteure vor immer komplexeren Aufgaben. Der Bedarf an Informationen und Unterstützung auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung wird dabei immer höher. Insbesondere der Austausch und das voneinander Lernen durch übertragbare Erfolgsbeispiele wird von den Regionen zunehmend nachgefragt“, heißt es in der Projektbeschreibung. Weitere Informationen dazu findet man im Internet unter www.100-ee.de.

Von diesen Erfahrungen kann nun auch der Landkreis Teltow-Fläming profitieren bzw. eigene Erkenntnisse in das Projekt einbringen. Mit der Aufnahme in das Projekt wird einem Beschluss des Kreistages Teltow-Fläming vom 12. September 2011 entsprochen. Seinerzeit hatte das Gremium dafür votiert, dass auch Teltow-Fläming mittelfristig bis zum Jahr 2030 eine 100-Prozent-erneuerbare-Energien-Region wird. Deshalb wurde u. a. die Bewerbung zur Neuaufnahme und kostenlosen Mitgliedschaft beim Projekt „100ee-Regionen“ beschlossen.

Bereits im Jahr 2010 wurden im Landkreis Teltow-Fläming rein rechnerisch 76 Prozent der verbrauchten elektrischen Energie durch regenerative Energieträger erzeugt – vermutlich aber nicht immer zu den Zeiten, in denen diese hier benötigt wurde. Deshalb werden Themen wie Stromspeicher und Netzausbau künftig weiter im Fokus stehen müssen.

Hinsichtlich der Sparten Wärmeerzeugung und Mobilität stehen wir gemäß einer bundesweiten Statistik aber noch ganz am Anfang: Zum Beispiel wird auf dem Wärmesektor bundesweit erst 8,4 Prozent der Energie aus regenativen Energieträgern erzeugt, obwohl für diese Sparte die Hälfte der Gesamtenergie aufgewendet wird.

Das Ziel, die für Strom, Wärme und Verkehr benötigten Energie vollständig aus regenerativen Energieträgern zu erzeugen, ist umso einfacher zu erreichen, je weniger Energie benötigt wird. Mit anderen Worten: Die umweltfreundlichste und günstigste Kilowattstunde ist die, die gar nicht verbraucht wird.

Deshalb appelliert die Klimaschutzkoordinierungsstelle aus dem Umweltamt der Kreisverwaltung Teltow-Fläming auch immer wieder an die Bürgerinnen und Bürger, im täglichen Leben energiebewusst zu handeln. So kann man beispielsweise elektrische Geräte wie den Fernseher oder den Computer ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Und druckt man nur das aus, was wirklich nötig ist, lassen sich pro Blatt ca. 200 Milliliter Wasser, zwei Gramm Kohlendioxid und zwei Gramm Holz einsparen.

Weitere Geld- und Energiespartipps: http://www.bmu-klimaschutzinitiative.de/de/verbraucher

Ansprechpartner zum Thema Klima/Energie in der Kreisverwaltung Teltow-Fläming: Andreas Bleschke, Tel. (03371) 608-2400 und Werina Neumann, Tel. (03371) 608-2401.

(20.3.2012)